Pascal Ormunait


Wer "Pascal" lesen wird:

 


- die Literaturinteressierten allgemein

- die jungen Männer und Jugendlichen, weil sie sich in der Hauptperson wiederfinden

- deren Mütter, weil sie wissen wollen, was ihre Söhne ihnen im täglichen Leben verschweigen

- deren Ehemänner, weil sie wissen wollen, was ihre Frauen lesen

- die Freundinnen der jungen Männer, weil sie wissen wollen, was diese an der Hauptperson fasziniert

- die Richter, weil sie wissen wollen, wie sie in den Augen des Literaten bestehen, der einzigen Instanz, die sie über sich dulden (müssen) und der sie in geringem Maße sogar Respekt entgegenbringen, was sie aber nie zugeben würden

- die Staatsanwälte aus dem gleichen Grund

- die Rechtsanwälte, weil sie neugierig sind, was ihr Kollege aufs Papier bringt (in der selbstverständlichen Hoffnung, die eigentlichen Helden des Romans zu werden. Leider werden sie ein wenig enttäuscht. Darauf hin empören sich die Rechtsanwälte, was zur Folge hat, daß die anderen Rechtsanwälte, die das Buch nicht gelesen haben, es auch noch tun.)

- die Rechten, weil sie wissen wollen, was dabei herauskommt, wenn einer der wenigen nach 1945 geborenen Schöngeister, die sich nicht dem Linksextremismus verpflichtet fühlen, zur Feder greift

- die Linken, um über diesen Skandal Wut, Trauer und Betroffenheit zu skandieren

- die Kölner, weil die Handlung in ihrer Stadt spielt

- die Düsseldorfer, weil das Happy End in ihrer Stadt spielt

- der Rest der Republik, weil er sich über den kleingeistigen Konkurrenzkampf der Vorgenannten amüsiert

- die Nürnberger, weil „Pascal“ das erste Buch ist, dessen Hauptperson ein Clubfan ist

- der Rest der Republik, weil ihm unerklärlich ist, wie ein Nicht-Nürnberger Clubfan sein kann

- eigentlich alle